Ratgeber · Kosten

Was kostet ein Immobilienmakler? Provision und Nebenkosten erklärt

Maklerprovision 2026: übliche Sätze, die gesetzliche Teilung zwischen Käufer und Verkäufer seit Ende 2020 und welche Nebenkosten beim Immobilienkauf zusätzlich anfallen.

Kurz gesagt

Die Maklerprovision liegt in Deutschland üblicherweise zwischen 5,95 und 7,14 % des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Seit Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher: Beauftragt der Verkäufer den Makler, muss er mindestens die Hälfte der Provision selbst tragen.

So funktioniert die Provisionsteilung

Das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten (§ 656a–d BGB) beendete 2020 die Praxis, die volle Provision auf Käufer abzuwälzen. Heute sind zwei Modelle üblich: die Doppelprovision, bei der Käufer und Verkäufer je die Hälfte zahlen, und die Innenprovision, bei der der Verkäufer alles übernimmt – was zunehmend als Verkaufsargument eingesetzt wird.

Die Höhe ist frei verhandelbar. Regional haben sich unterschiedliche Gesamtsätze eingependelt; bei hochwertigen Objekten oder in nachfragestarken Märkten lässt sich häufig ein niedrigerer Satz vereinbaren. Entscheidend ist, was im Maklervertrag steht – mündliche Zusagen zählen nicht.

Neben der Provision sollten Käufer die vollständigen Kaufnebenkosten einplanen: Grunderwerbsteuer (3,5 % in Bayern bis 6,5 % u. a. in NRW und Schleswig-Holstein), Notar und Grundbuch (zusammen rund 1,5–2 %) sowie gegebenenfalls Finanzierungsnebenkosten.

Wann sich die Provision lohnt

Die Provision ist nur dann gut angelegt, wenn der Makler nachweislich Leistung bringt: realistische Preisfindung, professionelle Vermarktung, vorqualifizierte Interessenten und sichere Abwicklung bis zum Notartermin. Genau deshalb lohnt der Blick auf echte Kundenbewertungen vor der Beauftragung – unser Städtevergleich unten zeigt die bestbewerteten Makler jeder Stadt.

Häufige Fragen

Wer zahlt die Maklerprovision – Käufer oder Verkäufer?

Bei Wohnimmobilien, die an Verbraucher verkauft werden, gilt seit Dezember 2020: Die Partei, die den Makler beauftragt, trägt mindestens 50 % der Provision. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision meist hälftig.

Ist die Maklerprovision verhandelbar?

Ja, die Provision ist gesetzlich nicht festgelegt und damit frei verhandelbar. Verhandlungsspielraum besteht besonders bei gut verkäuflichen Objekten, hohen Kaufpreisen und in Märkten mit starker Nachfrage.

Wann muss die Provision bezahlt werden?

Der Provisionsanspruch entsteht mit dem wirksamen notariellen Kaufvertrag. Die Rechnung wird üblicherweise kurz nach der Beurkundung gestellt – nicht schon bei Besichtigung oder Reservierung.